Zum letzten Antikriegstag haben die braunen Tüten einen “nationalen Antikriegstag” veranstaltet. Das war in zweierlei Hinsicht ziemlich dämlich. Zum einen findet der Antikriegstag bundesweit und somit national statt, und zum anderen ist es schon, naja, seltsam wenn Nazis einen Antikriegstag begehen. Und dann auch noch am 01. September, dem Jahrestag des Überfalls Hitlerdeutschlands auf Polen womit der zweite Weltkrieg begann.

Wir waren bunt, laut, und viele

Wir waren bunt, laut, und viele

In Wuppertal ließen sich die Nazinasen in zwei Reisebussen (einer hätte gereicht) auf den Lienhardtplatz in Vohwinkel chauffieren um dann dort ihren “Protest” abzuhalten. Die, meist dicklich und haarigen, Arier-Schweinchen kamen aus dem Nazibus gerollt und gröllten ihre Parolen, pöbelten die Menge an und zogen dann einmal um den Block (zu mehr reichte die Kondition nicht) und nannten das dann einen “gelungenen Protestmarsch” mit dessen Abschluss sie sich wieder in ihren Bus hievten um ihre arschischen Schweinsschwarten nach Dortmund fahren zu lassen wo sich dann noch mal eine Stunde pöbeln durften.

Das war dann eine echte Nazidemo. Dieser Auftritt, er war echt einschüchternd…

Viel besser war ja da der Gegenprotest, er war bunt, laut und fröhlich. Gut, die Polizei wirkte ein wenig unkoordiniert und wusste nicht so recht wohin mit den Gegendemonstranten, aber irgendwann waren wir dann auch angekommen und konnten uns den gut 200 anderen Gegendemonstranten anschließen und machten unserem Ärger über den Nazi-“Auflauf” (60 traurige Gestalten) ordentlich Luft. Die vom DGB gesponserten Trillerpfeifen machten alles noch deutlich lauter, der Nazi hatte angesichts des Lärm sichtlich den Kaffee auf. Das Tagesziel war also erreicht.

Über die später bekannt gewordene Verhaftung einer der Nazi-Nasen haben wir uns natürlich auch noch gefreut.

Aber am aller schönsten war immer noch die durch die IG Vohwinkel schön platzierte Botschaft, ein dicker Misthaufen an der Einfahrt zum Lienhardplatz mit dem eindeutigem Hinweis “Uns stinkt’s”