Heute hab ich groß gesündigt, es gab ‘ne Milchschnitte. Gut, die enthält mehr Kalorien als ein Stück Schwarzwälderkirsch, aber als ich dann gelesen hab was alles drin ist, da wurde mir echt schlecht.

LEBENsmittel?

LEBENsmittel?

Es ist echt eklig, wenn man so ließt was alles in unserem Essen ist. WIDERLICH!
Eine lecker luftig leichte gute Milchschnitte, igitt, da sind Sachen drin… Nicht nur die üblichen Weizenkleie und Backtriebmittel, nein, auch ein halbes Chemiewerk verpanscht unsere Lebensmittelindustrie in unserer Nahrung.
Am Beispiel Milchschnitte einmal dargestellt:

  • Dinatriumdiphosphat: das Zeug wird von Verbraucherschützern als gefährlich bezeichnet, da es in zu hohen Mengen verzehrt bei Kindern und Jugendlichen die Knochen brüchig machen soll und außerdem den Parathormonspiegel senkt. Aber die Milch der Milchschnitte bzw. das Calcium darin macht das sicher wieder wett… nicht.
  • Natriumhydrogencarbonat: Cooles Zeug, soll die Säure regulieren. In der Lebensmittelindustrie wird es aus Apfelsäure gewonnen. Was man nicht sagt ist, dass dieses Zeug aber auch im Bergbau abgebaut werden kann, verwandt mit dem Ölschiefer, der giftig ist, und dass Natriumhydrogencarbonat auch in Feuerlöschern Verwendung findet, lecker…
  • Ammoniumcarbonate: Leckeres Mittelchen, wird aus Ammoniak gewonnen, wird als Beize für Holz verwendet, in Feuerlöschern abgefüllt und gilt in Reinform als gesundheitsgefährdend. Erst wenn man es verbackt wird es ungefährlich da sich der Ammoniak abtrennt.
    Wird allerdings von vielen Bäckereien nicht mehr benutzt weil es die Bildung von Acrylamid fördert. Na wenn es da nicht direkt doppelt so gut schmeckt…
  • Mono- und Diglyceride von Speisefettsäure: An sich sind die wohl ganz in Ordnung, aber wenn man dann im Internet stöbert und die Produktionshinweise findet:
    • Kann auch gentechnisch produziert werden.
    • Kann tierischen Ursprungs sein.
    • Auch für Kosmetika zugelassen.

Das alles klingt jetzt sicher schlimmer als es womöglich ist, aber ich finde es muss wieder stärker um die Zusatzstoffe unserer Lebensmittel und über deren Herkunft und Risiken diskutiert werden.
Über viele Lebensmittelzusatzstoffe wissen wir wenig bis nichts und es gibt kaum Langzeitstudien, aber doch verteilen wir sie wie Bonbons. Unsere Bundesverbraucherschutzministerin hat dieses Thema noch immer nicht aufgenommen aber die GRÜNEN haben es. Und doch geschieht immer noch zu wenig in diesem Bereich.

Die Lebensmittelindustrie versteckt diese Zusatzstoffe hinter lustigen Kürzeln und Bezeichnungen wie E220 von denen man meistens gar nicht wissen will was sie bedeuten. Oder aber man benutzt Imitationen um die natürlichen Rohstoffe, die meist teuer sind nicht benutzen zu müssen. Bestes Beispiel sind hier die Käseimitate aus Pflanzenfett, es gibt aber auch Erdbeerimitate die eigentlich Apfelstückchen sind die mit Rote-Beete-Saft eingefärbt werden und automatisiert werden mit einem Aromastoff, der aus einem Schimmelpilz gewonnen wird, der Holz zersetzt.

So, wer hat nun Hunger? Mir ist der Appetit vergangen, dafür bin ich aber so richtig wütend auf eine Verbraucherschutzministerin, die daran scheinbar nichts ändern will und eine Lebensmittelindustrie, die uns von vorne bis hinten verarscht.

Die GRÜNEN wollen das ändern, für mich ein guter Grund GRÜN zu wählen, bei jeder Wahl.

Euer Sascha