Bereits am vergangenen Montag, den 19. März 2018 veranstaltete die Stadt Remscheid in Kooperation mit den parteipolitischen Jugendorganisationen und zum Zwecke der politischen Bildung ein Planspiel für Schüler*innen der örtlichen Hilda-Heinemann-Förderschule.

Da der ursprünglich eingeplante Repräsentant der GRÜNEN JUGEND kurzfristig verhindert war, wurde er durch unser Wuppertaler Mitglied Johannes vertreten.

Als das Planspiel nach einigen Anlaufschwierigkeiten – der ÖPNV muss auf der Strecke Wuppertal– Solingen dringend ausgebaut werden – schließlich leicht verspätet mit der Vorstellung der Jugendorganisationen eingeleitet wurde, konnte sich der Remscheider Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz einen Seitenhieb auf die vorgeblich mangelhafte Attraktivität des Wuppertaler Nachtlebens nicht verkneifen. Diesen gab wiederum Johannes mit Verweis auf den Veranstaltungsort Remscheid gerne zurück.

Im Anschluss an die Vorstellungsrunde wurden die Schüler*innen in vier Gruppen – innerhalb des Planspiels: Fraktionen – eingeteilt, in denen ihnen die Rahmenhandlung präsentiert wurde: So würde Remscheid vom Bund fiktive Fördergelder in Höhe von einer Million Euro erhalten, um davon verschiedene Projekte zu finanzieren – eine Soccerhalle, einen Zoo, eine Trampolinhalle oder einen Kletterpark. Fördersumme und Kosten der einzelnen Projekte waren dabei so kalkuliert, dass nicht alle Projekte, sondern maximal zwei, würden finanziert werden können – Ziel des Planspiels war es für die Schüler*innen in ihren jeweiligen Gruppen also, zunächst Argumente für das ihnen zugewiesene Projekt zu sammeln, um anschließend Unterstützung für eine abschließende Abstimmung in den anderen Gruppen zu suchen und letztlich die Position ihrer “Fraktion” in einer Rede vorzustellen.

Diese Aufgabenstellung sollte dazu beitragen, die Diskussionsfähigkeiten der Jugendlichen zu fördern und ihnen einen Einblick in die Entscheidungsfindung im kommunalpolitischen Alltag zu ermöglichen. Der Prozess des Sammelns von Argumenten und des Suchens von Stimmmehrheiten wurde dabei von den beteiligten parteipolitischen Jugendorganisationen in moderierender Rolle unterstützt.

Die der Abstimmung vorausgegangene Diskussion wurde angesichts der Begeisterungsfähigkeit der Jugendlichen von allen Beteiligten als ungemein erfrischend wahrgenommen; überdies sind wir sehr stolz, verkünden zu können, dass unter Anderem unser Projekt – der beste Kletterpark der ganzen Region! – überzeugen und sich entsprechend in der Abstimmung durchsetzen konnte. Wir erwarten nun ungeduldig die Eröffnung.

Da der Tag auch von der Lokalpresse wohlwollend begleitet wurde, an dieser Stelle noch der Hinweis auf die Berichterstattung des Remscheider General-Anzeigers:

https://www.rga.de/lokales/remscheid/hilda-heinemann-schueler-stellen-ratssitzung-nach-9708328.html

Des Weiteren existiert ein Videobericht eines kommunalpolitischen Blogs, der sich unter folgendemLink findet:

https://www.youtube.com/watch?v=vV9q8yR5Kqo