Am 1. September 2018 haben wir uns auf den Weg in den Hambacher Forst gemacht, um uns selber ein Bild von der Situation vor Ort zu machen.

Schon auf dem Weg zum Camp gab es eine Polizeikontrolle, die die Identität feststellte und die Taschen kontrollierte.

Das Camp selber wirkte wie ein kleines linkes Dorf, mit der dazugehörigen Gemeinschaft.
Wir unterhielten uns mit den Menschen da und bekamen erzählt, dass wenige Tage zuvor die Polizei mit großem Aufgebot in das Camp kam. Sie sollen das Camp in Teilen zerlegt, Kameras weggenommen und Klopapier mit Pfefferspray besprüht haben. Dadurch wurde das nicht nur das Verhältnis beschädigt, sondern auch das Camp verkleinert.

Es ist Wahnsinn wie repressiv die Polizei vorgeht und dass alles nur, um einen riesigen Wald der Braunkohle zu opfern.

Heute gibt es Berichte darüber, dass die Räumung begonnen haben soll. Die Polizei geht mit großem Aufgebot in den Wald. Wir sind entsetzt, dass die RWE-Interessen so rigoros gegen einen breiten gesellschaftlichen Widerstand durchgesetzt werden sollen. Was ist mit den Verhandlungen in der Kohlekommission? Der Klage des BUND? Der Mehrheit der Menschen in NRW, die einen früheren Kohleausstieg befürworten?

Hört endlich auf unsere Lebensgrundlagen für fossile Brennstoffe zu zerstören!